Klassische Homöopathie

Jede Behandlungsmethode basiert auf eigenen Konzepten und Erklärungsmodellen.
Die Homöopathie gründet neben der Potenzierung und der Arzneimittelprüfung am Gesunden auf dem sogenannten Ähnlichkeitsprinzip, welches Samuel Hahnemann im Rahmen eines Selbstversuchs entwickelte.

Hahnemann war ausgebildeter Arzt, wandte sich jedoch von den damals üblichen Behandlungsmethoden wie in großen Mengen Aderlässen, Quecksilberbehandlungen etc. ab, da diese die ohnehin geschwächten Patienten zusätzlich belasteten. Stattdessen arbeitete er unter anderem als Übersetzer medizinischer Fachliteratur.

Im Zuge dieser Tätigkeit übersetzte er ein Werk von William Cullen, in dem die Wirkung der Chinarinde bei Wechselfieber (z. B. Malaria) beschrieben wurde. Da ihm die Erklärung nicht schlüssig erschien, führte Hahnemann einen Selbstversuch durch und nahm wiederholt Chinarinde ein. Dabei entwickelte er Symptome wie Fieber und Schüttelfrost, die an die beschriebenen Krankheitsbilder erinnerten. Nach dem Absetzen verschwanden diese wieder, bei erneuter Einnahme traten sie erneut auf.

Aus diesen Beobachtungen leitete Hahnemann das Prinzip ab:
„Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“ (Similia similibus curentur).

In der Homöopathie werden Arzneimittel daher nach dem Ähnlichkeitsprinzip ausgewählt und bei entsprechenden Beschwerdebildern eingesetzt. Hahnemann widmete fortan sein Leben der weiteren Erforschung und Ausarbeitung dieser Methode.